gesammeltes; verschiedenes; geschriebenes http://haukehenkel.blogsport.de Fri, 03 Nov 2017 14:22:58 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Tag und Arbeit http://haukehenkel.blogsport.de/2017/11/03/tag-und-arbeit/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/11/03/tag-und-arbeit/#comments Fri, 03 Nov 2017 14:22:58 +0000 Administrator text http://haukehenkel.blogsport.de/2017/11/03/tag-und-arbeit/ Zugewiesen, einsortiert
Dazu zum
Verrichten, abrichten
Hinrichten
Letztlich doch
Gerichtet werden

Manche glauben sogar noch, sie säßen freiwillig hier.
Diese Idioten
Ohne sie wäre das alles nichts wert.
Keine Zugkraft in den Seilen
Die an den Armen zerren

Im Glaspalast gebundene
Gefangenschaft unter lächelnden Ellenbogen
Die Etagen, die Sichtbarkeit
Beweisen deinen Stand

Mit Sektglas in der Hand bei der Weihnachtsparty
Angetrunken Vögeln was noch schwebt.
In der Betäubung einen Ausfallschritt
Der umso strammer stehen lässt

Dressiert genug
Bleiben die Rollen besetzt
Auf die Bühne wollen sie doch alle
Im Schatten, fehlt das Licht

Die Glieder sollen müde werden
Frei
Von Gedanken
Die Autokorrektur schlug mir gerade vor „Freitag“ zu schreiben
Es ist schon soweit
Abgenommen alles
Die Mühle außer Kontrolle

Tageslicht im Nebel
Ich will kein Teil von dir sein
Traue dir nicht
Entgegne Klarheit

Kämen die Schritte zu einem Stolpern
Würde das Gefühl gewinnen
Alles könnte endlich einstürzen.
Neues sich erleben
Gemeinsam, nicht allein
Allein der Glaube verschwindet
Der Terminkalender
Lässt da keinen Platz mehr

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Zwang http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/30/zwang/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/30/zwang/#comments Mon, 30 Oct 2017 19:29:08 +0000 Administrator bild http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/30/zwang/

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Text zur Theorie des Textes http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/30/text-zur-theorie-des-textes/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/30/text-zur-theorie-des-textes/#comments Mon, 30 Oct 2017 18:24:09 +0000 Administrator text http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/30/text-zur-theorie-des-textes/ Magazine produzieren unabdinglich.
Sinnloses.
Kleine Autor_innen aus deutschen Mittelschichtsfamilien, mit Master in der Tasche, basteln fleißig an Leitern aus Lettern. Stets mit ironischem Unterton. Direkt. Authentisch. Verzweifelt auf der Suche danach für eine Generation zu sprechen.
Nah bei den Lesenden.
Radikal ohne radikal zu sein. Lautlos schreiend.
Im Stil der Agentur. Des Konzerns.
Konform.
Unterbunden bleibt die Suche im Unbekannten nach neuen Wegen.
Der Strategie der Konferenzen unterworfen. Getrieben vom dem Wunsch es mit jemanden Treiben zu können. Getrieben von den Märkten. Getrieben von der Scheiße zu denen ebendiese hinführen. Jung, erfolgreich und in Berlin-Mitte an allem vorbei. Bremerhaven am Arsch.
Sie wissen überhaupt nicht wie es denen geht für die sie schreiben könnten außer sich selbst. Sie hatten auch mal so einen Job als Helfer in der Logistik bei dem sie um vier Uhr morgens aufstehen mussten. Sie, denken deshalb sie wissen wie es ist für sie zu schreiben. Sie haben nie gelernt zuzuhören.
Also so wirklich. Sich Zeit zu nehmen. Dafür um herauszufinden was das alles eigentlich bedeutet. Wo das hinführt. Sich einzureihen in die eigene Kaste. Sie haben keine Schlüsse daraus gezogen die dazu führten etwas anders zu machen.
Stattdessen Kluge Kommentare darüber wie schlimm Rassismus ist und noch viel mehr darüber wie schlimm die Leute ihrem Wesen nach sind die rassistisches sagen, tun, und aus rassistischem Kapital schlagen.
Kluge Kommentare darüber verstanden zu haben warum Rassismus so erfolgreich ist.
Kluge Kommentare darüber nicht mehr anknüpfen zu können, den Draht verloren zu haben an die Abgehängten.
Dazu die Erkenntnis nichts ändern zu können ohne auf andere zuzugehen, andere die anders fühlen und Denken als man selbst mit seinem so allzu offenem Horizont bestehend aus Fremdsprachen, Weltreisen und der Sicherheit aufgefangen zu werden, wenn etwas schief geht.
Das sich nicht eingestehen überhaupt etwas am eigenen Standpunkt ändern zu wollen, weil man einfach die bessere Sicht von dort oben hat.
Es fühlt sich einfach unheimlich gut und bequem an von oben herab über andere zu richten.
Auf dem Hochplateau ist nicht für alle Platz.
Niemals würden sie es laut zugegeben. Doch es ist allen bewusst. Fest in den Köpfen verankert, das Denken von Konkurrenz, die Angst um den Abstieg. Das Bedürfnis genug vom Kuchen
abzubekommen.
Den Träumen zu entsprechen.
Darum.
Keine Zeit lassen, sondern gleich veröffentlichen.
Stetig, stetig , stetig.
Es ist genug Café, Koks, Mate und Guarana für alle mit Geld in der Tasche da.
Pausenlos.
Mithalten.
Effizienz steigern.
Sich schlecht fühlen wenn man dann doch mal faul ist.
Immerzu der Technik entsprechen.
Das Konsumieren, das alle Konsumieren.
Um mitreden zu können.
Eine Welt.
Eine Haltung.
Der Faschismus kommt Stück für Stück auf allen Ebenen der Gesellschaft an und niemand scheint ein Problem damit zu haben.
Falls doch nur in ironisch selbstentlarvenden Artikeln auf Plattformen, die Teil des Problems sind.
Niemand traut sich noch den anderen Weg zu gehen.
Wer es versuchen würde: Wandert durch ein einsames Tal ungehört verhallender Rufe.
Das Ende der Geschichte ist da wo in den Geschichten nichts mehr erzählt wird.
Und wir sind verdammt nah dran.
Blind folgend ins nichts.

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Einblick http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/13/einblick/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/13/einblick/#comments Thu, 12 Oct 2017 23:18:50 +0000 Administrator bild http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/13/einblick/

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http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/13/einblick/feed/
0,525 km² http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/13/0525-km/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/13/0525-km/#comments Thu, 12 Oct 2017 23:11:03 +0000 Administrator text http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/13/0525-km/ Verfroren im Regen
Gelbes Licht strahlt
Spiegel im Dunkeln
Glanz in der Höhe
Heute wieder Klang von
Autoreifen
Asphalt
Wasser
Oben die Fenster
Der Ställe
Unten der Auslauf
für die Freilandhaltung

Hansa einen Euro
Longpapes; einsfüfzig
Die ganze Nacht
Jeden Tag
Das ganze Jahr

Gestalten
Weilen
Ziehen
Geschichten
Rauschen
Aneinander
Vorbei

Husten
Narben
Eiter
Blut
Nadeln
Schwanken
Löffel
Schreien
Plastiktüten
Alufolie
Essensreste
Sonnenblumenkernschalen
Koka
Steine
Hero
Schlagen
Pisse
Scheiße
Kotze

Konzentrierte Blicke zwischen die Gehwegplatten
Suche nach Resten in vergangenen Bunkern
Damit sie gegen den Druck helfen

Rottöne
Eingriffe
Magst du mal reinschauen?
Hast du Lust?
Personalwechsel
Schatzi
Blasen
Ficken
Fünfzig Euro
Vierzig
Dreißig
Fünfundzwanzig
Blinken
Küchentücher
Kondome
Putzmittel
Schwenktüren
Auf Kameras
Starren Bäuche
Klopfen Sprüche
Berauben
Und stabilisieren

Unerwünscht
Ist was schwindet

Vino
Better Burger
Napolitarian Pizza
Pastrami
Poutine
Vollbärte
Ketten
Franchise
Monotonie
Aufgeräumt
Aufgewärtet
Sinnentleert
To Go
Rosa Kuriere
Anzüge
Noch mehr
Anzüge
Erhobene Zeigefinger
Naserümpfen
Noch mehr
Naserümpfen
Exklusive
Business
Apartments
Auf Zeit
Not to be
Living to Go

Verdienst
Ist was steigt

Auch du veränderst dich
Doch schleichst im Sturm
Welche Stimme spricht?
Und welche wird gehört?
Der Straßen ihr neues Gesicht
Entkleidet sich Stück für Stück
Bald wirst auch du den Platz räumen
Den du dir genommen hast
Gefangen im größeren
Gottgewordener Reaktionen
Kein Glauben mehr
Es selbst in der Hand zu haben
Zu gestalten wie es beliebt
Gesicht mit Narben
Operiert
Weggewischt
Vergessen
Neu bespielt

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Ordnung http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/12/ordnung/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/12/ordnung/#comments Thu, 12 Oct 2017 22:10:29 +0000 Administrator text http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/12/ordnung/ Jetzt oder nie, Anarchie!
Ok, dann lassen wir das lieber
Mit Abschluss in der Tasche
Pöbelt es sich so erhaben
Und Hochnäsigkeit ist Grün
Gutes Gewissen, ist Luxus
Bling, Vöner, Bling

Du bist doch selbst schuld, wenn du zu Penny gehst
Fress scheiße, bleib hässlich, stirb jung
Wir finden es ohnehin besser wenn du gehst
Damit unsere Kinder wieder sicher auf Straßen spielen können

So sauber
So ruhig
eine Stadt ohne Menschen
Lebenswert ist für mich ohne dich
Du hättest ja was werden können
Und jetzt putz mir das Bad

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Stadtmensch http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/02/121/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/02/121/#comments Sun, 01 Oct 2017 23:24:39 +0000 Administrator bild http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/02/121/

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Segelflug/Stillstand http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/02/segelflugstillstand/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/02/segelflugstillstand/#comments Sun, 01 Oct 2017 23:15:08 +0000 Administrator text http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/02/segelflugstillstand/ Gelähmte Beine. Gelähmte Finger. Gelähmte Gedanken. Verlaufende Zeit. Und stets diese Vergleiche. Es schreibt sich nichts aus der totalen Ablehnung heraus. Es fühlt sich falsch an. Und so schwindet seine Zeit, sein Papier bleibt leer und der Stift still. Auch keine Notizen im Smartphone. Nur die Stille Erkenntnis nicht mehr das Vermögen für das zu haben, was einst gewesen ist. Erschaffen aus eigener Bitterkeit und ohne Not, sich aufzugeben. Es gehörte nur zu den Dingen die passieren.

Das Segelflugzeug befindet sich nach dem Abwurf im Sinkflug. Das ist der Lauf der Dinge, wenn es keinen Motor gibt. Keine Maschine, die das unnatürliche als normal erscheinen lässt. Ein stiller Fall. Doch manchmal gibt es Winde, die das Segelflugzeug wieder aufsteigen lassen. Aufwind. Ich kenne mich nicht damit aus, aber es braucht sicher oft den aktiven Eingriff das Ruder umzureißen, um diese zu finden. Wer dies gar nicht tut, läuft jedoch Gefahr mit dem Flugzeug auf dem Boden zu zerschellen.

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Blau-Rot http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/02/blau-rot/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/02/blau-rot/#comments Sun, 01 Oct 2017 23:04:15 +0000 Administrator text http://haukehenkel.blogsport.de/2017/10/02/blau-rot/ Manchmal sehne ich, manchmal sehne ich mich danach, dass plötzlich jemand meine Wohnungstür eintritt, die Zimmertür aufreißt mich, wie ich da umherliege und ungläubig zu realisieren versuche was nun bevor steht vorfindet. Mich dann im Nacken packt, aus dem Bett reißt und mir mit voller Wucht in die Fresse haut. Ein Schlag sollte auf den Nächsten folgen. Einfach prügelt ohne an ein Aufhören zu denken, sodass ich Spüren kann wie mir all die Knochen in kleine Einzelteile zerbrechen. Solang bis ich nur noch ein blau-rotes etwas bin. Solang bis alles taub und ohnmächtig wird, weil der Körper soviel Schmerz gar nicht mehr vertragen kann. Solang bis es das war und ich mir sagen kann: Hey Welt, jetzt sind wir quitt.

Und dann denke ich, ich könnte auch einfach etwas an meinem Verhalten ändern.

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May (Un-)Ernst http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/30/may-un-ernst/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/30/may-un-ernst/#comments Fri, 29 Sep 2017 23:09:54 +0000 Administrator bild http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/30/may-un-ernst/

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Heimweg http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/29/heimweg/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/29/heimweg/#comments Fri, 29 Sep 2017 22:42:18 +0000 Administrator text http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/29/heimweg/ Er ist der Letzte an der Bar
„Noch einen?“
„…“
Der Wirt schüttet den letzten Rest einer Flasche Whiskey in das nun nicht mehr leere Glas.
„Danach ist aber genug für heute: ich mach‘ Feierabend“
Die Musik endet.
Voll torkelt der Gast hinaus. Der Wirt tritt selbst auf die Straße und schließt ab.
Vogelgezwitscher. Dämmerung.
Ruhe.
Nur die Schritte zweier auf grauen Gehwegplatten. Erschöpft und benebelt.
„Sag mal, wiessoo machst‘ das eigentlich?“
Das „s“ im wieso klang dabei wie ein ß und jeder Laut sowieso so schwankend wie die Größe und Position seiner Schritte.
„Also so Leuten wie mir den ganzen Abend wieder und wieder diesen Fusel einzuschenken? Noch einen hier. Noch einen da. Einen doppelten. Noch keinen. Rechnung bitte. Jeden Abend das Selbe!“
Schweigen.
„Das ist doch nichts.“
Schweigen. Gehwegplatten. Schritte.
Noch drei Straßen, denkt sich der Wirt, dann ist er Zuhause. Bis dahin einfach ausschweigen. Auf die täglich selben Fragen kann er sich die selben Antworten auch sparen.
„Ey, jetz sach doch ma!“
„Schaffst du den Weg nach Hause oder soll ich dir n‘ Taxi rufen?“
„Jaja schon, ich bin ja wenigstens noch fit im Kopf“
„Ansichtssache“
Noch zwei Straßen.
Weiter torkeln. Weiter gehen.
Noch eine Straße.
„Ich hab drüber nachgedacht“ sagt der Gast, „Ich hab den Spaß und du die Arbeit. Außerdem bissst du von mir genervt. Ich aber nich von dir. Ich bin betrunken und … ich sachs dir! Morgen werd ichs wieder sein. Du guckst dann morgen wieder den ganzen Abend in meine hässliche Visage… Ich sachs dir! Ich hab gewonnen.“
Ein triumphales Lächeln im zerfurchten Gesicht.
„Kumpel, ich muss jetzt hier links rein. Komm gut nach Hause“
„Jajaja“ sagte der Gast und ging weiter mehr oder weniger Geradeaus. Die Straße runter. Verschwand im morgen.
Ruhe.
Graue Gehwegplatten. Schritte. Stufen.
Der Wirt schließt seine Haustür auf. Es ist nicht alles tief, was von Herzen kommt. Auch wenn so gemeint.
Sein kleines Kind ist schon wach und kommt auf ihn zugestürmt. Früher war es anders. Doch dass ohne Nebel die Sonne besser durchkommt, ist auch eine Sicht der Dinge, die ihre Zeit gebraucht hat. Lächelnd breitet er die Arme aus.

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Rückblende – Fljora http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/29/rueckblende-fljora/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/29/rueckblende-fljora/#comments Fri, 29 Sep 2017 20:19:41 +0000 Administrator ton http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/29/rueckblende-fljora/

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Erkennen/Fließend http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/25/erkennenfliessend/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/25/erkennenfliessend/#comments Mon, 25 Sep 2017 00:26:10 +0000 Administrator bild http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/25/erkennenfliessend/

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Heute beginnt ein neuer Tag http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/25/heute-beginnt-ein-neuer-tag/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/25/heute-beginnt-ein-neuer-tag/#comments Mon, 25 Sep 2017 00:16:29 +0000 Administrator text http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/25/heute-beginnt-ein-neuer-tag/ Ruhe gewährende alte Gewissheiten brechen auf, während die uralten Geister der schaurigsten Sorte aus der Tiefe klopfen und pochen. Immer lauter werden, immer kräftiger. Mit dumpfen Tritten gegen das bewährte und das fortschrittliche was sich gegen sie richtet. Dumpfe Geister die durch ihre Banalität den mündigen so Fassungslos erscheinen lassen. Ohnmacht stellt sich ein. Wo könnte ein Weg sein der Feindseligkeit zu begegnen? Die Antworten bleiben aus. Stattdessen ein stetiges vor sich hergetrieben werden ohne die Sprache derer zu sprechen, als deren Anwälte man sich genieren will.

Menschen fliehen vor Leid. Tausende Kilometer. Zu Fuß. Zu Wasser. Andere wiederum haben nicht die Sinne dafür, sich dort hineinzuversetzen. Es entspricht nicht dem Leben auf dem Land in den Kulissen des einstigen Versuchs eines autoritären realen Sozialismus. Diese Leute haben verlernt zu begreifen, was es heißt dem Gast zu helfen. Freundlichkeit zu bewähren. Die schwächeren mitzunehmen, wenn sie erkranken. Die Tür nicht abzuschließen, wenn es stürmt. Für ein Lächeln auf beiden Seiten und warme pochende Herzen. Sie haben vergessen was sich hinter dem Begriff Menschlichkeit verbirgt. Sie haben nie lernen können, wie klein die Welt eigentlich ist und das jede Ursache auch ihre Wirkung hat, egal wie weit sie entfernt sein mag.

Andere wiederum sitzen in den großen Städten des westens bei gutem Wein und wissen nicht mehr so recht, was sie tun können außer sich zu empören und darauf zu hoffen. Dass die Zeit die Verlogenheit der braunen aufzeigt und sie sich wieder verkriechen in den Löchern aus denen sie gekrochen sind. So, dass der Wein wieder so sorglos getrunken kann wie früher. Ihre Hoffnung ohne Rezept.

Diese Hoffnung ist naiv.

Wir haben verlernt miteinander zu reden. Wir haben verlernt die Selbe Sprache zu sprechen. Verlernt denen zuzuhören, die nicht nur das sagen wollen, was wir hören wollen. Was wir gewohnt sind zu hören. Wir haben verlernt den Kontakt zu halten zu denen die wir wirklich brauchen um die Träume einer befreiten, sozialen, herrschaftsfreien Welt voranzutreiben.

Diese Träume schweifen ab in die Ferne und wer sie noch in Parolen verpackt entlarvt sich selbst dabei aufzuzeigen, wie egoistisch der eigene Fokus doch ist. Zeigt auf, dass der Blick innerhalb der kleinen ritualisierten Demonstration endet und gar keinen Platz lässt für die, die am Rand der Straße stehen und das für sie so seltsam wirkende Spektakel verständnislos beobachten.

Es gibt reale Kämpfe die geführt werden müssen. In der angebrachten Schärfe die Worte bewirken können. Zudem bleibt: Die Utopien gehört dazu, doch die Farbe zum ausmalen, wird im Moment leider anders benötigt. Sonst steht alles auf dem Spiel. Die Malerei muss anknüpfen an dass was uns umgibt und nicht in ferner Zukunft schwelgen. Es gibt Menschen, die würden den Pinsel klauen und versuchen ihn nie wieder zurück zugeben. Dass ist die bitterernste Realität um die es hier geht.

Aufwachen.

Den Blick schärfen, für dass was kommen könnte. Den Blick schärfen, für die, die einem entgegenstehen. Den Blick schärfen für die Probleme der anderen. Den Blick schärfen für die eigene Schuld es nicht von vornherein anders gemacht zu haben. Die eigene Schuld für den Aufstieg von Hass und Gewalt sitzt tief. Vergessen werden darf dies nicht.

Ins Bewusstsein muss die Tiefe der Realitäten die nebeneinander in den großen- und den kleinen Städten und bis in die entlegensten Dörfer existieren. Niemand ist abzustempeln. Veränderung geht nicht ohne den Austausch von Gedanken und Haltungen, wenn sie das Leben für alle erleichtern soll ohne andere dafür zu Opfern.

Schau ihnen ins Gesicht und ihr könntet einander erkennen. So wie sie dir und den zugereisten ins Gesicht blicken könnten. Ihr seid nicht so verschieden, es fehlt vielleicht nur der sichtbare Anknüpfungspunkt. Es ist nicht einfach. Das Eis zu brechen. Aus dem Stottern zu kommen. Die Aufgeregtheit zu ignorieren und einfach zu fühlen, wie sich der Widerspruch anfühlt. Es fehlt nur die Bereitschaft, die eigene Arroganz fallen zu lassen und vom hohen Ross zu steigen. Hinab in die Felder, auf denen schon seid Ewigkeiten letztlich alles entscheidet.

Worte, Taten. Bewegungen. Ein Ende der Reaktion auf die treibenden.

Es braucht Ideen, die zu den Bedürfnissen derer passen, die man selbst nicht repräsentiert, weil diese es noch nicht schaffen für sich so zu stehen, dass sie nicht ihr eigenes Grab schaufeln. Es braucht die Hilfe für eine Selbstermächtigung, die davon Abstand nimmt gegen Menschlichkeit zu agieren.

Wirkliche Änderungen können nur die Leute selbst schaffen. Die alten, wie die jungen. Die armen, wie die reichen. Die schönen und die, denen dies nicht zustehen mag. Gleich Herkunft. Geschlecht. Hautfarbe. Beziehungsform und sexueller Orientierung und dem was noch alles die Menschen voneinander trennt. Doch es braucht die Hilfe die Weichen so zu stellen, dass dies auch gelingen könnte. Dort anzusetzen könnte ein Hebel sein. Wenn mehr auf die Offenheit von Ohren und die physische Existenz gesetzt werden würde, als auf Studien und die Optimierung des eigenen Lebenslaufes, könnte dies weit mehr erreichen, als die letzten Reste der Verfolgung von im Kern immer schon von Geisteseliten angetriebenen Ideen und Ideologien.

Ein Aufbruch ist notwendig.

Ende der plumpen Gegenwehr. Auf zum Bespielen der Bühne mit neuer Vielfalt und Offenheit. Vorleben und sich beeinflussen lassen. Lernen. Nichts ist ausgemacht. Alles kann revidiert werden. Es ist schwer eigene Fehler einzugestehen doch es gibt nur wenig, was lobenswerter ist als dies tatsächlich getan zu haben. Raus aus den eigenen Vier Wänden. Mögen sie auch noch so gut eingerichtet sein. Mögen sie auch noch so schön sein.

Es geht um alles. In anderen Ländern, in denen sie sich schon in Sicherheit wiegten warten nun die Panzer auf den Plätzen für den Fall das Protest sich regt. Es darf auch hier nicht soweit kommen. Wir brauchen Anschluss an das was uns umgibt ohne Ideale aufzugeben. Das was Menschen zu träumen gelernt haben. Wir brauchen das Bewusstsein für die anderen. Wir brauchen Verständigung nach innen und außen. Wir brauchen Behutsamkeit. Wir brauchen Verständnis der anderen wie von uns selbst.

Es gibt so viel tun.

Jeder Anfang ist schwer, doch aus der Bedrohung wächst eine Kraft die allen die im Hintertreffen stehen dabei helfen kann, wieder die Stimmen einer sozialen Veränderung erklingen zu lassen. So laut, dass auch die bedrohlichsten Stimmen der Hetzer wieder verstummen und untergehen, am Rand dessen, was wir als Gesellschafft kennen.

Heute beginnt ein neuer Tag.

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http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/25/heute-beginnt-ein-neuer-tag/feed/
Fuck http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/24/fuck/ http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/24/fuck/#comments Sat, 23 Sep 2017 23:14:25 +0000 Administrator text http://haukehenkel.blogsport.de/2017/09/24/fuck/ Sein Vater ist gestorben. Es ist Jahrestag. Es ist ein Konzert seiner Band. Es gibt sehr viel Bier und Schnaps. Es ist sehr kalt. Es ist in einer alten Fabrikhalle am Rande einer großen deutschen Stadt. Es haben sich etwa 30 Leute in den Saal verirrt. Er ist betrunken. Er trinkt viel. Er trinkt viel, wenn er spielt. Er ist leidenschaftlich. Herzblut. Traurig. Lustig. Froh da zu sein. Kummer der nicht vergeht. Es ist laut. Es wird geschrien. Die Gitarren zerren. Ein Song. Eine Ansage. Ein Lallen. Die anderen aus seiner Band, seine Freunde, stehen herum und warten darauf was er von sich gibt, oder was er versucht von sich zu geben. Ein Song. Alles schief. Eine kurze Ansage. Kurze Entschuldigung. Er geht durch das Publikum raus aus dem Konzertsaal. Mit den Kahlen Wänden. Dieser alten Halle. Schnell. Der Weg zur Toilette ist weit. Fabriktoilette. 20 Waschbecken. Unmengen von Klos. Fast alle kaputt. Schnell eins finden. Schnell kotzen. Alles muss raus. Wieder zuviel. Scheiße. Papa. Hoch die Beine. Zurück durch die Gänge. Die anderen Warten schon. Weiter. Schnell. Alles schief. Alles Laut. Alles extrem. Die Gitarre Ausdruck. Melancholie. Lärm. Betrunkensein. Alles hat ein Ende. Ansage. Aufruf sich im Kreis zu drehen. Ein Paar junge Jungs freuen sich und nehmen sich den Raum. Die Studenten greifen ihre Mate etwas fester und bewegen sich zu den Rändern. Die Band schaut ungläubig, die Studenten schauen ungläubig, ob der im Kreis rennenden schwitzenden Körper. Die Menschen in den Körpern in Extase. Er weiß nun. Auch mal ausprobiert. Geht auch. Mit genügend Überzeugung und wenn sies selber schon wollen, kann man den Leuten sagen was sie tun sollen.. Wenn er das gesehen hätte. Eigentlich gut, dass es nicht so ist. Dramatisch das Ende und unbekannt was danach. Niemand erklärt einem das. Kein ernst zunehmendes Buch der Welt kann das. Auf wen hören? Wie damit umgehen? Wie? Wenn nur Fragen bleiben. Laut. Der Sänger schreit. Alles raus, wie immer. Doch jeder Verspieler auf der Gitarre schreit um ein vielfaches mehr. Unzählbar, trotz Versuch. Alles Klagelied. Alles direkt. Alles schnell vorbei. Alles gut. Freunde da. Der Zirkus geht weiter. Das Licht aus. Nächste Stadt. Nächster Tag. In einem Jahr Jahrestag.

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