Archiv für Mai 2012

Das Wetter war zu gut aber sonst wars eigentlich ganz geil

Moin,
vorgestern wiedergekommen aber gerade erst von arbeit/aufnahmemaschinerie ausgespuckt worden. War ein tolles Wochenende!
Erst Freitag ein sehr schönes Konzert mit manku kapak und den großartigen bands Wind und Farben sowie Krawehl (beide sowas von gut) Dann Samstag aufm weg ins Namensverwandte Münster gemacht und in Vechta liegen geblieben, inner Baustelle aber glück gehabt, konnte noch in eine Nothaltebucht Rollen, mein Vater war großartig und ist von Bremen aus hinterher und so konnt ich mit seiner Karre weiter fahren (und muss ihn nun nur noch die Rückfahrt bezahlen), in Münster dann völlig unter Strom in eine Tiefenentspannte Runde im Specops eingefallen, mit der Zeit aber runter gekommen und es wurd ein sehr schöner, langer gesprächiger abend. In Osnabrück nach dem Blumengucken im Botanischen Garten spontan noch beim vor der Tür auf dem Schlüssel warten spontan den Ortsansässigen Tilman aka Tigeryouth bewegt auch zu spielen um ihn dann später mit heiserer stimme und ungewohnt ruhig spielen zu hören (Das is Geil) und auch hier wurds wieder ein schön entspannter abend.
nu bin ich wieder hier und will gern weiter
hauke

Es gibt keine optische Enttäuschung…

Kleider machen Leute, Immer wieder fällt mir auf das es doch stimmt. Quer durch alle Gesellschaftsschichten. Spätestens in der Grundschule fängt es an. Der oder die jenige hat diese gerade echt angesagte Markenklamotte an und wessen Eltern sich das nicht leisten können sind raus (1). Dieser Wettbewerb bleibt allerdings meist keine Phase in der jugendlichen Selbstfindung. Es ist ein Band das niemals abreist, bis ins hohe Alter, überall werden Anforderungen an Kleidung, Frisur und Auftreten gestellt. Medien predigen es schon ewig vor, die Verwandtschaft und Freunde sowieso und für den Fall das man sich von einem traditionellen Dresscode löst, wird gleich dieser sofort durch einen anderen ersetzt. Es passiert ganz von selbst. Ein Kampf um die Schönheit findet in und zwischen den Menschen statt. Es wird für mich unfassbar viel Energie verschwendet. Es geht darum am schönsten zu sein. Für die einen bedeutet das sich ein Dreiviertel Jahr vor dem Abschlussball einen exklusiven Frisörtermin geben zu lassen, und für die anderen ein Tattoo für mehrere hundert Euro. Wie etwas aussieht ist dabei doch eigentlich egal, genauso wie die Tatsache ob man lieber eine Harfe oder eine Trompete hören mag. Es ist einfach Geschmackssache. Wer halbwegs frei von Dogmen die Geräusche in seiner Umgebung wahrnehmen kann, weiß beides auf seine Weise zu schätzen.

Wenn das mit dem Aussehen nur wie bei dem Streit um den Klang eines Musikinstrumentes wäre…

Ist es aber oft nicht, durch Aussehen werden glasklare Hierarchien durchgesetzt, die in einigen Gesellschaften zu Zwangsmasnahmen führen können wie z.B. als Ende 2011 von der indonesischen Polizei in Aceh 60 Punks gezwungen wurden, sich die Haare ab zu rasieren und ihre Kleidung zu ersetzen(2). Nicht überall ist es so extrem, aber überall sind diese Deutungen Präsent. Menschen werden durch das Erscheinungsbild kategorisiert. Bei der Partnersuche ist Optik das Auswahlkriterium Nr. 1, beim Bewerbungsgespräch eine der Grundvoraussetzungen. Gruppierungen unterscheiden sich durch ihre Uniformierung und die Wertung wird immer deutlich. Dickere Menschen gelten als weniger attraktiv beim finden der Traumfrau oder des Traummannes etc.. Wer keinen Anzug als Azubi in der Bankfiliale tragen will kann gleich wieder gehen.
Der Erste Blick zählt…

Unterbewusst läuft es bei jeden Menschen ab, man macht sich ein schnelles Urteil vom gegenüber um diesen Einschätzen, Einordnen zu können. Eine Sache die das Leben für den Menschen leichter macht. Fangen Sie dann an ihre Gedanken auszusprechen wird die Wertung offensichtlich. Die eigene Meinung zum Aussehen wird allzu oft zur Maxime erklärt. Und wer aus diesem Raster fällt dem müsse dann geholfen werden. Zu seinem Besten versteht sich. Das wiederum erleb ich fast jeden Tag. Meine Klamotten sind alt, Meine Haare werden von Leuten geschnitten die kein Geld dafür verlangen und eine Rasur oder sonstige Bartgestaltung muss auch nicht immer sein, sondern erst wenn es für mich störend wird. Es ist mir einfach nicht Wert mich damit mehr zu beschäftigen als es für mein Wohlbefinden nötig ist. Es gibt Leute, die verstehen das nicht: mal sind die Haare zu lang, mal zu kurz, die Klamotten zu vergammelt, nicht vergammelt genug. Immer soll ich etwas daran ändern und zwar wie gesagt zu meinen eigenem besten . Dabei sind es doch die anderen die ein Problem damit haben!? Ich halte es für falsch jemanden in seine Körpergestaltung reinzureden, nur weil ich diese und jene Farbe subjektiv nicht für schön halte, (auch wenn ich so etwas garantiert hier und da auch mache). Wie gesagt, diese Kommentare höre ich fast täglich, von den verschiedensten und viel zu vielen Menschen. Das hat nichts an meinen Verhalten geändert und ich hab auch nicht vor das zu tun. Geändert hat sich leider schon etwas, meine Wertschätzung in diesen Dingen gegenüber vielen, von denen mir einige eigentlich sehr nahe stehen und wenn selbst diese mich nach diesen Kriterien bewerten ist das etwas das sehr weh tut. Weil man sich irgendwie dann doch nicht versteht. Ist nicht der wirkliche Umgang mit anderen Menschen viel bedeutender? Was man für sie tut, wenn man zusammen lacht, weint oder einfach nur die Zeit totschlägt. Sollte es nicht Ziel sein sich von diesen Wertungen zu lösen um friedlich und freundschaftlich miteinander umgehen zu können?

Die vorherrschende politische Maxime ist doch gegen Ausgrenzung vorzugehen…

Warum wird das kaum auf das Aussehen angewandt? In Hunderten Kampagnen reichen sich Menschen aus verschiedensten Kulturen, verschiedenster Religionen, sexueller Orientierungen und Geschlechtern die Hand. Die Problematik was das Aussehen betrifft wird hingegen meist nur mit Kampagnen gegen Fettleibigkeit oder der Forderung nach noch mehr Uniformen in Schulen angegangen. Ich kann und will das nicht verstehen
hauke

(1) http://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/markenwahn-in-der-schule-nur-wer-schick-ist-gehoert-dazu-1.1014256
(2) http://www.tagesschau.de/ausland/punksindonesien100.html

sandbox quarrels – video

Hab zusammen mit nem guten Kumpel ein kleines Video zum Song sandbox quarrels gemacht; sehr spontan und planlos entstanden ist das ganze mal wieder. Eine dritte person zum helfen wär sehr gut gewesen. (Seifenblasen machen und gleichzeitig Filmen erfordert geschick und blitzschnelle Reaktion)
Andere zu Klaviermusik komplett unpassende Videoideen die mir noch im Kopf rumwuseln sind momentan: Großraumdiskotänzer und Leute beim PC-Spiele zocken. Prost!

Bandas Amigas!

Huiuiui, falls jemand Portugiesisch kann; auf einem brasilianischen blog wurde über meine Musik geschrieben, und jaha, sie wurde benotet! (ok hab am schlechtesten abgeschnitten aber was sagen schon noten aus.
auf jedenfall sag ich jetz obrigado e boa noite!

hier gehts zum entsprechenden Artikel:
http://www.pignes.org/2012/05/bandas-amigas-01-dream-into-dust.html

von havanna zur mülheimer freiheit

Das Wochenenende war großartig! Vielen dank an alle die bei den Konzerten mitgeholfen haben. leckeres Essen gekocht haben, mitgedacht haben um mich grade noch rechtzeitig aus dem absoluten Halteverbot rauszulotsen. an die, die die wunderbare Musik die im Havanna 8 zu hören war, gespielt haben, an die die im Limes spontan mit mir gejammt hat und an alle die da waren und getrunken und zugehört haben, gerne immer wieder!