Archiv für April 2012

Konzerte im Mai

4 Konzerte stehen an! und vielleicht kommt sogar noch was dazu…

unterwegs im mai

Fragmente #3

sechs

Wummernde Beats, ganz viele Menschen, gute Laune, abgefahrener Ort… aber irgendwie kennst du hier niemanden und wen kennenlernen? Vielzu anstrengend. Also das Schiff verlassen und ab zum Späti. Burgunder. Qualitätswein. Beim Radfahren am Fluss das Zeug kippen. Freude darüber was zu spüren. Zum Wehr fahren, einer Staustufe in denen in jeder Sekunde zig Tonnen von Wasser in die Tiefe stürzen, sodass unten ein Sog entsteht, den Mensch nicht überleben kann, falls er dort reingerät. Du gehst auf die Brücke über dem Wehr plazierst dich in der Mitte des Flusses, gewinnst dieses „Fels in der Brandung“ Gefühl und fängst an dich, diesen Abend und alles andere zu feiern. Tanzen, lachen dumme Witze machen, sich die Musik selbst ausdenken und feststellen das hier einfach niemand vorbeikommt und du den Ort für dich allein hast.
Dabei brodelt das Wasser 15 Meter unter dir unaufhaltsam, es versucht wieder Klarzukommen, nach dem Sturz in die Tiefe um ganz normal weiterfließen zu können, Ohne die Hektik an diesem Ort. Das Wasser will es wieder wie früher haben. Du warst schon als Kind hier und beeindruckt von diesem Ort. Hast manchmal stundenlang an der Schleuse nebenan gestanden und geguckt wie die Schiffe geschleust wurden. Das fandst du spannend auch noch beim 20zigsten mal. Du feierst noch eine Stunde oder so weiter, rufst in die Nacht wen du so magst und das es ihr Pech ist jetzt nicht hier zu sein.
Zugegebenermaßen wird dir dann aber auch irgendwann kalt und du musst weiter, bloß kommt der Weg nach Hause noch nicht in Frage, du bist vollkommen dicht und der Weg führt am Polizeipräsidium vorbei und man muss sich ja nicht gegenseitig den Abend versauen. Also weiter zum Bach im so called „Naherholungsgebiet“ in dem du schon als Kind schwimmen warst und zwei fetten Kindern aus der Nachbarschaft mal das Kaugummi weggefressen hast. Ins Gras schmeißen und dem nunmehr nur noch sanft plätschernden Wasser lauschen und dabei in Richtung Himmel gucken, zu hell für Sterne, du bist immernoch in der Stadt, es gibt dir ein gutes Gefühl das sie da ist. Die Nacht gibt dir ein gutes Gefühl. Der Weg nach Hause macht dir Zwar sorgen, aber im großen ganzen bist du froh das du lebst.

improvisation #2

Produktionszwang; Nix zu sagen haben aber hauptsache irgendwas posten; Vergessen zu schlafen; Quantität statt Qualität; immer zeigen das man noch da ist; Angst davor unterzugehn; Hallo ich bin noch hier; Ich bin voll krass; Ich mach den derbsten shit; Hauptsache irgendwas posten; Resultate sind belanglos; Schnelllebigkeit äußert sich in Dünnpfiff; Belangloser Kram ohne Tiefgang; Ohne Herz; Clicks sind die neue Währung; Clicks; Clicks; Clicks!

gute nacht!