Fragmente #2

dann noch mal zwei an diesen schön sonnigen sonntag!

vier

Das Hier ist kein Wille. Das ist Zwang
Es ist der Zwang sich „selbst auszudrücken“, um sich „zu verwirklichen.“ Dabei füllt sich zwar dieses Papier mit Worten, doch wenn du dir das wirklich durchlesen würdest, würdest du merken, dass hier nichts steht. Ich hab dir nichts zu sagen. Nichts abgesehen von: „Hier bin ich!“, „guck mich an!“ und „Bin ich nicht ne geile Sau?“ Nur welcher Text will das nicht? Das ist quasi der Zweck des geschriebenem Wortes; also gar nicht erwähnenswert. Dank twitter ist wenigstens die Aufmerksamkeitsspanne heutzutage so kurz, das keiner diese belanglose scheiße zu ende liest, darum muss ich jetzt

fünf

Apathisch stehst du am Rande der Tanzfläche. Um dich herum wird gejubelt, gelacht, gebaggert und (wen wundert’s) getanzt. Du trinkst. Sind die alle wirklich so gut gelaunt oder schaffen die das sich so zu verstellen als wären sie es? Du schaffst es nicht. Das Bier schmeckt scheußlich. Mit jedem Schluck ein bisschen mehr. Du bist da, die anderen auch, aber sie interessieren sich nicht für dich. In der Ecke haben sich zwei gefunden. Du bist neidisch, willst es aber nicht zugeben. Du gehst, fühlst dich scheiße und niemand kann dir helfen